Kategorie: Gedichte

  • Drum prüfe, wer sich ewig bindet…

    Ein Wort, welches man gibt.
    Ein Wort, welches man teilt.
    Ein Wort, in welchem man, wenn man sich liebt,
    stunden-, tage-, wochen-, jahrelang verweilt.
    Ein Wort, eine Silbe, zwei Buchstaben,
    die doch eine solch große Wirkung haben.

    Doch wenn ich dann Ja sage,
    will ich doch auch Ja meinen.
    Und kein Gedanke, den ich in mir trug oder trage,
    soll dieses Ja überscheinen.
    Mein Ja soll all mein Schlechtes in den Schatten stellen,
    soll trotzen Sturm, Wind, Feuer und Wellen.

    Doch was ist, wenn mir
    plötzlich schlägt ein Nein entgegen?
    Wie begegne ich dann dir,
    wenn du folgen willst anderen Wegen?
    Mein Ja soll so bleiben, wie es am Anfang war,
    ehrlich, liebend, schützend und wahr.

    Ja, ich habe mich versprochen
    und will dabei bleiben.
    Das Ja soll nicht werden gebrochen,
    auch selbst, wenn’s nur von einer Seiten.
    Ich bleibe dabei – dies Wort will ich nicht brechen –
    auch wenn ich ein Mensch bin voller Fehler und Schwächen.

    Und auch, wenn man’s nicht mag glauben,
    dass ich mich freue, wenn ich schwach bin.
    Sag ich: Mir kann niemand meine Freude rauben,
    denn ich hab‘ in Christus meinen Lebenssinn.
    Er ist, der mit jederzeit Halt gibt
    und der mich trotz all meiner Fehler liebt.

    Er ist der, der sich für meine Fehler
    und für all meine Sündenschuld gab,
    erduldete die Qualen seiner Quäler,
    starb am Kreuz und wurd‘ gelegt ins Grab.
    Er tat dies alles, um mich zu befreien
    und aus mir zu machen einen Menschen, einen neuen.

    Alles, was ich Gutes tue oder sage,
    denke oder auch schreibe,
    jede Last, die ich selbst oder mit trage,
    alles, was ich erdulden muss am eigenen Leibe,
    will ich tun für Ihn, meinen HErrn JEsus Christus, allein
    und mich in Ihm, meinem Erlöser, freuen.

    Doch all dies war auch für mich
    mit einem Preis verbunden,
    doch so hoch war dieser nicht,
    denn ich habe ja ein’n größeren Schatz gefunden.
    Ich musste und durfte mich selbst überwinden,
    meinen Stolz, die Lösung für mein Leben selbst zu finden.

    Denn Er, der mir das Leben gab,
    kennt doch für mich den besten Weg.
    In Ihm ich Ruhe und Frieden hab
    und kann gehen mit Ihm auch den schmalen Steg.
    Von Ihm lass‘ mein Leben nicht mehr,
    bei Ihm will ich mein Leben sein.
    Und auch, wenn mein Leben trüb und schwer,
    werd‘ ich in Ewigkeit bei Ihm bleib’n.

  • Neu

    Und wieder ist ein Jahr vorbei.
    Wie sehr ich mich doch auf das neue freu.
    Denn in einer einzigen Nacht im Jahr
    denkt man, dass das neue besser wird als das alte war.

    Man mach sich Vorsatz um Vorsatz um Vorsatz,
    doch für eine realistische Sicht auf sich selbst ist kaum Platz.
    Denkt einer, dass er, weil Neujahr ist, selbst ist neu,
    bleibt er im Herzen doch dem alten Ich treu.

    Er schafft es, optimistisch auf sein Leben zu sehen
    und weiterhin in Sünde und ohne GOtt zu gehen.
    Denn eins ist logisch und klar:
    Ein Mensch kann nicht leugnen was er ist und war.

    Jeder Mensch ist Sünder – da kann man sagen, was man will.
    Jeder tut, sagt oder denkt Böses – keiner kann bleiben still.
    Und wenn jener so denkt, dass er im neuen Jahr gut,
    wird er schnell erleben, dass er noch viele böse Dinge tut.

    Und für all dies kann es von GOtt keine Vergebung geben,
    denn Böses gehört nicht zu einem gottgefälligem Leben.
    Und so geht es Tag für Tag weiter ohne GOtt,
    immer mehr und tiefer in elendste Not.

    Denn nach außen mag der gut gepflegte Schein
    einfach aufrechtzuerhalten sein.
    Doch in Wirklichkeit ist’s nur wie ein getünchtes Grab:
    außen sieht es schön aus, doch darin läuft nur Verwesung ab.

    Und Menschen tragen Masken, nach außen geschminkt und schön,
    doch schaut man ihr Leben an, kann man nur Finsternis sehen.
    Denn voller Neid und Hass ist des Menschen Herz
    und verursacht viel Kummer, Trauer und Schmerz.

    Doch das finstere Herz kann werden voller Licht
    und jede finstere Mine ein lachendes Gesicht.
    Es gibt einen Weg dafür, einen Weg weg vom Bösen,
    denn GOtt kam als Mensch auf die Erde, um uns Menschen zu erlösen.

    Er, der Herr Jesus Christus, kam herab und lebte ein Leben ohne Sünden.
    Er kam, um uns zu suchen und das Verlorene zu finden.
    Er wandelte hier auf Erden, lebte ein unbeflecktes Leben,
    um dieses für alle Sünden der Menschen als Opfer zu geben.

    Er starb für meine und deine Schuld, nahm auf sich den Tod
    und mache dadurch für uns den Weg frei zu GOtt.
    Denn nach drei Tagen Er wieder von den Toten auferstand,
    und nun sitzend zu GOttes Rechten dir reicht Seine Hand.

    Er ruft dich: „Komm‘ doch auch nach Haus‘, mein Kind,
    und leb‘ mit mir in Ewigkeit dort wo die Erlösten sind.
    Er ruft dich noch immer, komm‘ und lass Ihn ein in dein Herz
    und lass‘ Ihn dich befreien von Sünde, Trauer, Tod und Schmerz.

    Er ruft noch heute. Jetzt ist noch Zeit,
    zu Ihm zu gehen im Gebet, zu Ihm, der befreit.
    Geh‘ zu Ihm und sag‘ Ihm: „HErr JEsus, ich bekenne dir meine Sünde,
    nimm‘ mich an und erlöse Du mich, das ich in Dir Ruhe finde.

    Ich glaube an Dich und die Erlösung durch Dich allein.
    Lass mich mit bei den Erlösten und ein Kind GOttes sein.
    Dies bete ich, HErr JEsus Christ, in Deinem Namen.
    Sei Du mir gnädig und vergib‘ mir Sünder. Amen!“