Reformationstag

Vorgestern war Reformationstag. Na klar!
Wenn’s so im Kalender steht, heißt’s, dass da was war.
Doch was genau das ist, ist in der heutigen Zeit
nicht mehr aktuell und nicht mehr so verbreit’t.

Reformation – mal kurz darüber nachgedacht –
bedeutet, dass man etwas Bestehendes nimmt und was andres draus macht.
Und genau das war das Ziel der Tat an diesem Tag.
Der Tag, an dem Luther seine 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche genagelt hat.

Inhalt dieser Thesen waren Argumente gegen den Ablasshandel
und sollte bringen in der Kirche einen Sinneswandel,
ein Abwenden von lang erduldeter Tradition
und Weggang von falscher und übler Religion.

Er rief dazu auf, allein auf Christus zu schauen,
allein auf die Gnade Gottes zu vertrauen,
allein auf Gottes Wort, der Heil’gen Schrift, zu bauen
und sich an die Rettung allein aus Glauben festzutauen.

Er rief dazu auf, sich wieder zu Gott zu kehren,
bei Ihm alle Lasten abzulegen, die leichten und auch schweren.
Denn alles, wirklich alles, kann durch Ihn werden neu,
wenn man Ihm und seinem Sohn bleibt täglich treu.

Luther, ein katholischer Mönch, rief auf zur Reformation,
und seine Kirche sah in ihm den Ursprung einer Rebellion.
Hat er doch nicht nur Abkehr von ihr in Gang gebracht,
sondern wurde zu einem ihrer größten Feinde über Nacht.

War die Kirche doch schon mehrere Jahrhunderte lang
die, die alle Ungebildeten in ihren Bann hinein zwang.
Denn alle Menschen der unteren, ungebildeten, Schicht
verstanden das Fachlatein der Priester und Messdiener nicht.

Kaum einer hatte Wissen darüber, was in der Bibel stand,
denn es gab sie nur in Fremdsprachen überall im Land.
Weil nun Gott dieses Elend sah,
gab Er eine Hilfe, die schnell war da.

Der Kurfürst zu Sachsen war das zu seiner Zeit
und mit ihm hat Gott Seine Hilfe bereit’t.
Dieser Fürst hat unterstützt,
dass das Wort Gottes wieder dem Volke nützt.

Er holte Luther, um auf der Wartburg zu arbeiten,
wo dieser das Neue Testament übersetzte in kürzesten Zeiten.
Doch dabei blieb Luther auch nicht stehen,
sondern sollte bis zu seinem Lebensende noch weiter gehen.

Er arbeitete mit größtem Fleiß mit unter anderem sechs anderen Gelehrten,
welche schließlich dem deutschen Volk eine ganze deutsche Bibel bescherten.
Und diese Bibel brachte nicht nur eine Reformation,
sondern im ganzen Land eine große Revolution.

Die Menschen verstanden plötzlich Gottes Wort,
jedes Kapitel, jeden Vers verstand jeder Mensch an jedem Ort.
Und somit gab’s ein groß’s Bekehren,
wodurch Gott konnte auch Seinen Segen vermehren.

Denn wenn sich ein Mensch von Sünd‘ zu Gott bekehrt,
er in seinem Leben mehr und mehr Segen erfährt.
Nicht nur geistlich, sondern auch an Seele, Leib und Gut,
denn Gott selbst ist des Gläubigen Schutz und Hut.

Wer Ihm voll vertraut, annimmt den Herrn Jesus Christ
glaubt, dass Er für die eigene Sündenschuld gestorben ist,
und dies bekennt mit dem Munde, wird selig
und bekommt geistliche Reichtümer geschenkt sehr viele, nicht wenig.

Wer dies glaubt, hat sicher eine wunderbare Ewigkeit
und kann sicher sein, dass er sich Gottes ewig freut.
Denn er darf sein ewiges Leben in Gottes Herrlichkeit verbringen,
wonach viele streben, es versuchen zu erlangen mit falschen Dingen.

Doch all menschliches Vermögen hilft weiter keinen Deut
hin zu der von Gott geforderten heiligen Gerechtigkeit.
Diese kann ein Mensch jetzt nicht durch erlangen durch eigenes Handeln,
auch nicht durch äußerlich noch so fromm scheinendes Wandeln.

Nein! Des Menschen Herz ist böse von Jugend an.
Kein Mensch ist gut oder hat noch nichts Böses getan.
Denn jeder Mensch hat vor Gott große Schuld,
doch Gott trägt und erträgt sie noch mit großer Geduld.

Aber jeder Mensch muss wegen seiner Sünde sterben
und kann aus sich selbst nicht ewiges Leben erwerben.
Er kann es nur, wenn er ist ein geliebtes Gotteskind,
welches nach seinem Tod dort hinkommt, wo die Heiligen sind.

Doch Gotteskind kann man nur auf einem Weg werden.
Nämlich, indem man den Sohn Gottes annimmt in seinem Leben auf Erden.
Denn Er, Gott, gab Seinen eingebor’nen Sohn Jesus Christ,
der für unsere Schuld ans Kreuz gegangen und dort für uns gestorben ist.

Wer an Ihn, an dieses Opfer für sich glaubt,
dem Gott, sein Kind zu sein, erlaubt.
Der ist vor Gott wirklich heilig und gerecht,
was jeder Mensch eigentlich von Herzen gern möcht‘.

Und wer diesen seinen Glauben an den Herrn Jesus Christus bekennt,
Ihn seinen Herrn, Retter, Erlöser und Friedefürst nennt,
wer Ihn bekennt in Zeugnis oder Predigt,
ist vor Gott auf ewig selig.

Willst du dies auch? Willst du das auch sein?
Willst du auch vor deinem Schöpfer sein heilig und rein?
Dann komm zu Ihm sofort im Gebet. Tu es noch heut!
Geh zu Ihm hin! Jetzt ist es noch Zeit!

Lass dich erretten durch deiner Seelen einz’gen Erlöser
und lass dich beschenken mit Frieden, der größer
als alles, was die Welt dir bieten kann,
und geh mit den Heiligen in Gottes Ewigkeit hinein dann.

Lass dir im Herrn Jesus Christus schenken innere Reformation,
nach welcher du dich sehnst und wahrscheinlich suchst lange schon.
Gib Ihm deinen sündigen Mensch, den unreinen und alten,
und lass ihn durch den Herrn vollkommen neu und wunderbar gestalten.

Auch wenn du weiterhin wirst leben in dieser Welt,
bist du doch schon in Christus in Gottes Herrlichkeit gestellt.
Du kannst für Ihn hier auf Erden Gutes voranbringen,
nämlich den Bau von Gottes Reich in noch verborgenen Dingen.

Willst du heute noch werden ein Teil dessen, das unbeschreiblich groß,
wirf dich an den Herrn Jesus Christus und sage dich von allem Bösen los!
Leg Ihm hin alles, was dich belastet und beschwert,
und lass dir von Ihm geben neuen, echten Lebenswert!

Du kannst dies tun in Gedanken durch ein einfaches Gebet.
Wag es mit Ihm, auch wenn gefühlt alles gegen dich steht!
Sag Ihm: „Herr Jesus Christus, ich komm heut‘ zu Dir hin
und stehe vor Dir als Sünder – so, wie ich bin.

Ich weiß und glaube, dass Du mich kannst befreien,
und bitt‘ Dich: Tu es!, und mach aus mir einen neuen
Menschen, der auf ewig erlöst von der Sünde,
und mach mich noch heute zu Deines Vaters Kinde.“

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